Eine Telefonnummer ist kein zufälliger Zahlensalat. Ihr Anfang verrät, aus welchem Land sie stammt, ob es ein Festnetz- oder ein Handyanschluss ist und bei Festnetznummern sogar das Ortsnetz. Wer die Nummer richtig liest, weiß oft schon nach Sekunden, ob ein Anruf aus der Nachbarschaft kommt oder von einem Callcenter am anderen Ende der Welt. Wichtig ist nur, die Grenzen dieser Methode zu kennen.
Schritt 1: Das Land
Beginnt die Nummer mit + oder 00, folgt die Ländervorwahl. +49 steht für Deutschland, +43 für Österreich, +44 für das Vereinigte Königreich. Im internationalen Format fällt die führende 0 der deutschen Vorwahl weg: Aus 0211 wird +49 211. Fehlt die Ländervorwahl und beginnt die Nummer mit einer einzelnen 0, ist es eine deutsche Nummer. Eine Liste der Ländervorwahlen finden Sie in unserer Vorwahlen-Übersicht.
Achtung, Verwechslungsgefahr: Manche Auslandsvorwahlen sehen deutschen Ortsvorwahlen zum Verwechseln ähnlich. Die Bundesnetzagentur nennt Madagaskar (00261) und Koblenz (0261) als Beispiel. Achten Sie also darauf, ob vor der Nummer eine oder zwei Nullen stehen.
Schritt 2: Festnetz, Handy oder Sondernummer
- Festnetz: Nach der 0 folgt eine Ortsnetzkennzahl mit zwei bis fünf Ziffern, zum Beispiel 030 für Berlin oder 089 für München. In Deutschland gibt es rund 5200 Ortsnetze.
- Handy: Nummern mit 015, 016 und 017 sind Mobilfunknummern. Sie verraten nichts über den Wohnort.
- Ortsunabhängig: Nummern mit 032 sind nationale Teilnehmerrufnummern ohne Ortsbezug, oft genutzt für Internettelefonie und Callcenter.
- Sondernummern: 0800 ist kostenlos, 0180 und 0900 sind Service- und Premiumnummern mit eigenen Preisen.
Schritt 3: Die Grenzen kennen
Bei Handynummern zeigt der Nummernblock nur, welchem Netz die Bundesnetzagentur ihn ursprünglich zugeteilt hat. Weil man seine Nummer beim Anbieterwechsel mitnehmen kann, telefoniert der Anschluss heute womöglich über ein ganz anderes Netz. Auch eine Festnetznummer muss nicht bedeuten, dass der Anrufer im Ort sitzt, denn Internet-Anschlüsse lassen sich teils auch an anderen Orten nutzen.
Dazu kommt Call-ID-Spoofing: Die angezeigte Nummer kann gefälscht sein. Das Telekommunikationsgesetz schreibt zwar vor, dass bei Anrufen aus dem Ausland grundsätzlich keine deutsche Nummer im Display erscheinen darf, Ausnahme ist das Roaming von Handys. Betrüger halten sich aber nicht an Regeln. Unsere Einschätzung: Die Herkunft einer Nummer ist ein guter erster Filter, aber für die Frage „Kann ich dem Anruf trauen?“ sind die Erfahrungen anderer Angerufener aussagekräftiger als jede Vorwahl.
Schritt 4: Nachsehen, was andere berichten
Auf werruftmichan.de sehen Sie zu jeder Nummer den Nummerntyp, bei Festnetznummern das Ortsnetz, bei Handynummern das ursprünglich zugeteilte Netz und vor allem die Kommentare anderer Nutzer sowie, wie oft die Nummer gesucht wurde. Namen oder Adressen von Anschlussinhabern zeigen wir nicht.
Geben Sie die Nummer jetzt auf der Startseite ein. Wenn Sie danach wissen möchten, wer konkret dahintersteckt, lesen Sie Wem gehört die Nummer, die mich angerufen hat?